BUCH.BERLIN Deutsches Theater Berlin, 2016 Stück von Fritz Kater. Bühne. Regie: Tilmann Köhler, Kostüme: Susanne Uhl, Musik: Jörg-Martin Wagner

→Kritiken

Fotos: Arno Declair

Jahreszahlen stehen oben über der Bühne und Orte und Begriffe: etwa „phantasie (winter 1974) (berlin)“ oder „instinkt (1998–2006) (west-tansania oder hbf essen)“. Die Angaben sind mit ihren vielen Klammern ebenso erklärend wie verwirrend. Gibt eine Chronologie dem Stück „Buch.Berlin (5 ingredientes de la vida)“ von Fritz Kater seine Struktur vor? Oder die Stichwörter Utopie, Fantasie, Liebe und Tod, Instinkt und Sorge? Im Grunde spielen diese Elemente in jeder der vielen Episoden eine Rolle. Sie sind zwar chronologisch aufgereiht, aber von Entwicklung erzählen sie dennoch kaum. Eher von der tief enttäuschenden Erfahrung, allen Utopien zum Trotz an immer wieder den gleichen Problemen und Unzulänglichkeiten zu scheitern. ―TAZ

 

Szenen aus einer herben DDR-Jugend: Besuche beim alkoholkranken Vater im Krankenhaus, ein kaputter Alter, der früher mal ein zukunftsoptimistischer Wissenschaftler war. Szenen der Ostberliner Boheme der Achtzigerjahre: „Ich habe zwei Jahre von Reis, Brühwürfeln und Bier gelebt. Na und, hat es mir geschadet?“ Szenen einer schwierigen Ehe im Jahr 2013, in der Künstleregozentrik und Angst um ein krankes Kind schmerzhaft kollidieren. […] Eine schön direkte, fast schlackenlose Inszenierung. Das Stück ist in seinen besten Passagen ungeschützt persönlich. ―Süddeutsche Zeitung

BUCH.BERLIN Deutsches Theater Berlin, 2016 Stück von Fritz Kater. Bühne. Regie: Tilmann Köhler, Kostüme: Susanne Uhl, Musik: Jörg-Martin Wagner

Fotos: Arno Declair

Jahreszahlen stehen oben über der Bühne und Orte und Begriffe: etwa „phantasie (winter 1974) (berlin)“ oder „instinkt (1998–2006) (west-tansania oder hbf essen)“. Die Angaben sind mit ihren vielen Klammern ebenso erklärend wie verwirrend. Gibt eine Chronologie dem Stück „Buch.Berlin (5 ingredientes de la vida)“ von Fritz Kater seine Struktur vor? Oder die Stichwörter Utopie, Fantasie, Liebe und Tod, Instinkt und Sorge? Im Grunde spielen diese Elemente in jeder der vielen Episoden eine Rolle. Sie sind zwar chronologisch aufgereiht, aber von Entwicklung erzählen sie dennoch kaum. Eher von der tief enttäuschenden Erfahrung, allen Utopien zum Trotz an immer wieder den gleichen Problemen und Unzulänglichkeiten zu scheitern. ―TAZ

 

Szenen aus einer herben DDR-Jugend: Besuche beim alkoholkranken Vater im Krankenhaus, ein kaputter Alter, der früher mal ein zukunftsoptimistischer Wissenschaftler war. Szenen der Ostberliner Boheme der Achtzigerjahre: „Ich habe zwei Jahre von Reis, Brühwürfeln und Bier gelebt. Na und, hat es mir geschadet?“ Szenen einer schwierigen Ehe im Jahr 2013, in der Künstleregozentrik und Angst um ein krankes Kind schmerzhaft kollidieren. […] Eine schön direkte, fast schlackenlose Inszenierung. Das Stück ist in seinen besten Passagen ungeschützt persönlich. ―Süddeutsche Zeitung