DIE VERURTEILUNG DES LUKULLUS Komische Oper Berlin, 2007 Oper von Paul Dessau und Bertolt Brecht. Kostüme ―mit Sebastian Figal ―, ML: Eberhard Kloke, Regie: Katja Czellnik, Bühne: Hartmut Meyer

→Kritiken

→Trailer

Fotos: Thomas Aurin

Viel Volk läuft da herum in diesem glitzernden Totenreich, banale Leute und bunte Fantasiegestalten, Alltagsdress und Reklamefiguren. Eine reiche Inszenierung ist gelungen, reich bis zur Verwirrung, aber damit auch eine, die das Stück nicht unterschätzt oder veralbert, sondern gleichsam schräg angeht, mit einem gesunden Desinteresse an der Belehrung des Publikums. ―Berliner Zeitung

 

Katja Czellnik und ihr Team verfügen über die Gnade des nichthistorischen Blicks, weshalb sie  sich einen frischen und lustigen Schaubudenzauber ausdachten, eine Art Grand-Guignol-Karneval mit schrillen Typen und fantastischen Kostümen, wie von Ligetis „Grand Macabre“ inspiriert. Das ist ein Glück für das Stück. Plötzlich scheint die schier übermächtige Berghaus-Tradition wie abgeschnitten. ―Eleonore Büning, Frankfurter Allgemeine Zeitung

 

Katja Czellnik inszeniert das zwölfszenige Werk als multimediales Spektakel. Unterstützt von Hartmut Meyers aufwendigen Bühnenbildern, den detailintensiven Kostümen Nicole Timms und Sebastian Figals entsteht so eine schlüssige Übertragung des politischen Stoffes in die Jetztzeit, ohne dass der Brechtsche Zeigefinger über der Inszenierung schwebt. Großer Jubel nach knapp zwei Stunden Oper.―Frank Beyer, Klassik.com

Bilder der inszenierten Macht: Paraden, Aufmärsche, Hinrichtungen, Staatsbegräbnisse, Jubelevents. In den Vorraum des Schattenreichs kommt man nicht einfach durch die Tür, sondern eine Wand klappt herunter und gibt den Blick auf eine seltsam fremde Welt frei. Drei Bäume tragen einen aufgeblasenen Silberhimmel, durchnummerierte Menschen bewegen sich in Zeitlupe bei allerlei seltsamen Verrichtungen. Für diese konsequente, mit der Banalität des Scheins spielenden szenischen Lesart gab es die einhellige Zustimmung des Publikums. ―Neues Deutschland

 

Eine gute Fee muss die Komische Oper geküsst haben, dass hier ein Werk lebendig wird, das eigentlich nicht mehr aufführbar ist. Die Regisseurin fegt den ganzen Ballast mit leichter Hand beiseite und lässt das Erbstück ungebremst in unsere mediale Gegenwart hineinkrachen. Dort zerbricht es in tausend bunte, groteske und komische Einzelteile, die ein überraschendes, so sehr von aller Ideologie befreites Eigenleben entfalten, das ein anderes, neues Bild entsteht. Vorhang zu und alle Fragen offen, wie es sich bei Brecht gehört.―TAZ

 

Most stunning operatic production in a long time. A visually brilliant razzle-dazzle.―Musicalamerica

 

Ein ganz großer Abend! ―Zitty

DIE VERURTEILUNG DES LUKULLUS Komische Oper Berlin, 2007 Oper von Paul Dessau und Bertolt Brecht. Kostüme ―mit Sebastian Figal ―, ML: Eberhard Kloke, Regie: Katja Czellnik, Bühne: Hartmut Meyer

Fotos: Thomas Aurin

Viel Volk läuft da herum in diesem glitzernden Totenreich, banale Leute und bunte Fantasiegestalten, Alltagsdress und Reklamefiguren. Eine reiche Inszenierung ist gelungen, reich bis zur Verwirrung, aber damit auch eine, die das Stück nicht unterschätzt oder veralbert, sondern gleichsam schräg angeht, mit einem gesunden Desinteresse an der Belehrung des Publikums. ―Berliner Zeitung

 

Katja Czellnik und ihr Team verfügen über die Gnade des nichthistorischen Blicks, weshalb sie  sich einen frischen und lustigen Schaubudenzauber ausdachten, eine Art Grand-Guignol-Karneval mit schrillen Typen und fantastischen Kostümen, wie von Ligetis „Grand Macabre“ inspiriert. Das ist ein Glück für das Stück. Plötzlich scheint die schier übermächtige Berghaus-Tradition wie abgeschnitten. ―Eleonore Büning, Frankfurter Allgemeine Zeitung

 

Katja Czellnik inszeniert das zwölfszenige Werk als multimediales Spektakel. Unterstützt von Hartmut Meyers aufwendigen Bühnenbildern, den detailintensiven Kostümen Nicole Timms und Sebastian Figals entsteht so eine schlüssige Übertragung des politischen Stoffes in die Jetztzeit, ohne dass der Brechtsche Zeigefinger über der Inszenierung schwebt. Großer Jubel nach knapp zwei Stunden Oper.―Frank Beyer, Klassik.com

 

Bilder der inszenierten Macht: Paraden, Aufmärsche, Hinrichtungen, Staatsbegräbnisse, Jubelevents. In den Vorraum des Schattenreichs kommt man nicht einfach durch die Tür, sondern eine Wand klappt herunter und gibt den Blick auf eine seltsam fremde Welt frei. Drei Bäume tragen einen aufgeblasenen Silberhimmel, durchnummerierte Menschen bewegen sich in Zeitlupe bei allerlei seltsamen Verrichtungen. Für diese konsequente, mit der Banalität des Scheins spielenden szenischen Lesart gab es die einhellige Zustimmung des Publikums. ―Neues Deutschland

 

Eine gute Fee muss die Komische Oper geküsst haben, dass hier ein Werk lebendig wird, das eigentlich nicht mehr aufführbar ist. Die Regisseurin fegt den ganzen Ballast mit leichter Hand beiseite und lässt das Erbstück ungebremst in unsere mediale Gegenwart hineinkrachen. Dort zerbricht es in tausend bunte, groteske und komische Einzelteile, die ein überraschendes, so sehr von aller Ideologie befreites Eigenleben entfalten, das ein anderes, neues Bild entsteht. Vorhang zu und alle Fragen offen, wie es sich bei Brecht gehört.―TAZ

 

Most stunning operatic production in a long time. A visually brilliant razzle-dazzle.―Musicalamerica

 

Ein ganz großer Abend! ―Zitty